Bekannte Demokratin verlässt elitäre Kabale von Kriegstreibern und tweetet…

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USA: Bekannte Demokratin verlässt Partei der "elitären Kabale von Kriegstreibern"

Dies ist eine dieser Nachrichten, von denen ich weiß, dass viele ihre Wichtigkeit eventuell nicht verstehen und vielleicht auch nicht wissen, worum es insgesamt hierbei und den Geschehnissen in den US-Medien um Trump, den „Deep State“, Hillary Clinton usw. geht. Jenen empfehle ich diesen Artikel.

Die ehemalige demokratische Präsidentschaftskandidatin Tulsi Gabbard wurde am Dienstag von Konservativen und Republikanern dafür gelobt, dass sie die Partei öffentlich verlassen hatte – während die Linke sich bemühte, sie zu verleugnen.

Gabbards morgendliche Videoankündigung machte sie schnell zum Top-Trendthema auf Twitter.

Tulsi Gabbard: Die Partei werde von „einer elitären Kabale von Kriegstreibern, die von feiger Wokeness getrieben werden“, kontrolliert, die „anti-weißen Rassismus schüren“ und „Kriminelle schützen“.

„Ich kann nicht länger in der heutigen Demokratischen Partei bleiben, die jetzt unter der vollständigen Kontrolle einer elitären Kabale von Kriegstreibern steht, die von feiger Wokeness getrieben werden, die uns spalten, indem sie jedes Thema rassistisch bewerten und anti-weißen Rassismus schüren, die aktiv daran arbeiten, unsere gottgegebenen, in unserer Verfassung verankerten Freiheiten zu untergraben, feindselig gegenüber gläubigen und spirituellen Menschen sind, die Polizei dämonisieren und Kriminelle auf Kosten gesetzestreuer Amerikaner schützen, an offene Grenzen glauben, den nationalen Sicherheitsstaat als Waffe einsetzen, um gegen politische Gegner vorzugehen, und uns vor allem immer näher an einen Atomkrieg heranführen.

Ich glaube an eine Regierung, die aus dem Volk, durch das Volk und für das Volk ist. Leider ist das bei der heutigen Demokratischen Partei nicht der Fall. Stattdessen steht sie für eine Regierung von, durch und für die mächtigen Eliten.

Ich rufe meine Mitstreiter mit gesundem Menschenverstand und unabhängigem Geist auf, sich mir anzuschließen und die Demokratische Partei zu verlassen. Wenn Sie die Richtung nicht mehr ertragen können, in die die sogenannten wachen Ideologen der Demokratischen Partei unser Land führen, lade ich Sie ein, sich mir anzuschließen.“

Tulsi Gabbard

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten

Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, bestand darauf, dass die Enthüllung der ehemaligen Kongressabgeordneten aus Hawaii „eine große Drift in Richtung der Republikanischen Partei“ widerspiegelte, da Liberale und Gemäßigte „von der seltsameren Politik der Demokratischen Partei vertrieben wurden“.

„Tulsi ist jemand, der immer ihre eigene Meinung gesagt hat – sie war immer eine Art unabhängiger Einzelgänger“, sagte Gingrich gegenüber Fox News, kurz nachdem Gabbard ihre jetzt virale Ausstiegsbotschaft gepostet hatte.

„Ich denke, als sie [2020] für das Präsidentenamt kandidierte, erkannte sie, wie sehr sie von der großen Mehrheit der Demokratischen Partei isoliert war, die jetzt, offen gesagt, eine ziemlich seltsame Partei ist“, fügte Gingrich hinzu.

Die ehemalige „The View“-Co-Moderatorin Meghan McCain war auch eine der ersten, die Gabbard „Glückwünsche“ und Unterstützung aussprach.

„Es gibt so wenige Freidenker und Unabhängige auf dieser Welt und Sie sind eine von ihnen“, twitterte die Tochter des verstorbenen Senators John McCain.

„Wir sind in eurer Ecke“, sagte sie zu Gabbard. „Vorwärts und aufwärts!“

Tweet vom 14. Oktober

Bis heute twittert sie immer noch im Sinne der Vernunft, des Weltfriedens und der Meinungsfreiheit.

Während wir einem nuklearen Holocaust immer näher kommen, hören wir nichts als Schweigen von sogenannten „Progressiven“, die sich angeblich um die Menschen und unsere Umwelt/den Planeten kümmern. Entweder ist es ihnen egal, oder … Tulsi Gabbard auf Twitter

Die Medien hierzulande...

Wie immer wird hier, trotz der brisanten Aussagen, die doch definitiv eine Schlagzeile, wie vieles anderes, das zur Zeit in den USA geschieht, wert wäre, entweder gar nicht oder folgendermaßen berichtet.

Lediglich Heise Telepolis berichtet überhaupt darüber und das folgendermaßen:

Tulsi Gabbard: Schlag vor den Bug der Demokraten

Austrittserklärung kurz vor den US-Zwischenwahlen. Kritik an „Kriegs-Kabale“ in der Partei des Präsidenten und zu viel „wokeness“. Will sie nur Aufmerksamkeit für den Neustart ihrer politischen Karriere?

Rapper Kanye West präsentierte sich in einem „White Lives Matter“-Shirt auf der Paris Fashion Week, verteidigte sich später in einem (im Nachhinein editierten) Interview mit Tucker Carlson auf Vox-News und bereitet sich, vielen Anzeichen nach, auf eine politische Karriere im konservativen Sektor der US-Politik vor.

Vorausgesetzt, die Aufmerksamkeitsspanne der Pop-Ikone reicht aus, hätte Kanye wahrscheinlich tatsächlich eine Chance, nach der Musikbranche und der Modewelt auch die US-Politik zu erobern. Doch lohnt es sich überhaupt, zwischen diesen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu unterscheiden?

„Coming-out“ als Konservative

Auch die ehemalige Demokratische Kongressabgeordnete für Hawaii und Ex-Präsidentschaftskandidatin 2020, Tulsi Gabbard, nutzt die Gunst der Stunde für ihr wenig überraschendes politisches „Coming-out“ als Konservative. Am Dienstag gab sie ihren Austritt aus der Demokratischen Partei bekannt.

Zyniker könnten jetzt behaupten, Gabbard hätte den Zeitpunkt absichtlich so kurz vor den Zwischenwahlen am 8. November gewählt, um ihrer Ex-Partei maximalen politischen Schaden zuzufügen und sich damit die Gunst des Republikanischen Partei-Establishments zu sichern.

Denn, egal, ob Donald Trump oder Ron DeSantis das Rennen in den Vorwahlen der Republikaner macht, beide werden in Bälde ein „Running Mate“ für die Präsidentschaftswahlen 2024 benötigen. Mike Pence kommt wohl nicht mehr infrage, seit ihn die „MAGA“-Bewegung während des Sturms auf das Kapitol am 6. Januar 2020 als Verräter aufknüpfen wollte.

„Vollständige Kontrolle einer elitären Kabale“

Nach eigenen Angaben, veröffentlicht in einer Videobotschaft, verlässt Gabbard die Demokratische Partei, da diese „unter der vollständigen Kontrolle einer elitären Kabale von Kriegstreibern steht, die von feiger ‚wokeness‘ getrieben werden“. In klassisch populistischer Manier werden hier Wahrheiten mit falschen Prämissen verknüpft, um eigentlich sinnvolle Argumente mit Gewalt in ein konservatives Weltbild einzupassen.

Tulsi Gabbard: Schlag vor den Bug der Demokraten | Telepolis (heise.de)

In klassisch populistischer Manier...?

„In klassisch populistischer Manier werden hier Wahrheiten mit falschen Prämissen verknüpft…“

Weil man nicht über eine Elite, Kabale, oder gar einen Deep State sprechen darf?!