Blackout! 75 Gemeinden bereiten sich vor und warnen! Wie hoch ist die Gefahr wirklich?

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Bemerkenswerter Aufruf vom Kreis Warendorf (Münsterland)

Bürger sollen zur Blackout-Vorsorge jetzt „wichtige Informationen“ aus dem Internet ausdrucken!

Germany-Today geht jedoch lieber der Frage nach, wie wahrscheinlich die Gefahr eines Blackouts nach jetzigem Stand ist.

Der Kreis warnt:

„Ohne Strom können Sie im Internet nichts googeln. Drucken Sie wichtige Informationen heute schon aus! Auch Ihr Mobiltelefon als Datenspeicher wird ohne externe Stromversorgung nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung stehen“

, heißt es auf der Website des Landkreises. Also gilt: Daten sichern auf Papier.

Olaf Gericke (56, CDU), Landrat Kreis Warendorf: „Die Kreise und Gemeinden bereiten sich intensiv auf außergewöhnliche Situationen wie etwa Stromausfälle vor. Aber auch jeder Einzelne sollte Eigenvorsorge betreiben, denn besser man ist vorbereitet.“

Diese Infos sollten auf Ihre Liste:

  • Kontaktdaten von nahen Familienangehörigen, wichtigen Freunden und Bekannten
  • Örtliche Notfall-Kontakte und Anlaufstellen (Hausarzt, Pflegedienst, ärztlicher Bereitschaftsdienst, Krankenhaus, Rettungswache, Polizeistation, nächste Feuerwache, Apotheken-Notdienst etc.)
  • Dienstleister und Versorger (Stromanbieter, Stadtwerke, Telefonanbieter etc.)

Es wäre schon gut, wenn ich die Kontaktdaten meiner Nächsten irgendwo hätte, wenn ich in meinem Handy nicht danach suchen kann, weil der Akku leer ist, denn dann würde ich das meinen Kontakten ja gerne (per Telefon?) mitteilen. Oder ihnen einen Brief schreiben.“ Spaß beiseite…

Olaf Gericke (56, CDU)

75 Gemeinden im Münsterland haben sich der Kampagne „Vorsorge statt Sorge – Besser bereit“ angeschlossen, raten etwa dazu, Essens-Notfallvorrat, Grill und Kurbelradio bereitzuhalten.

Wenn ich jedoch sehe, WER solche Meldungen herausgibt, weil er vermutlich seit der Panikmache der Mainstreammedien bezüglich eines Blackouts, an diesem persönlichen tollen kleinen Projekt in seinem Wahlkreis arbeitet, das er nun sicherlich nur ungerne aufgeben würde, lasse ich mich dabei ungern in Panik versetzen, sondern berufe mich lieber auf Fakten, zumal sich die Situation seit dem doch etwas geändert hat. Zumal sich solche Themen nicht nur sehr gut von Mainstream-Medien bei unbelesenen Bürgern „verkaufen“ lässt, oft angeklickt, gelesen und geteilt wird, sondern auch einen echt tollen Punkt in der Vita eines Politikers abgibt, der bei der nächsten Wahl für einen Politiker, der sich um die Bevölkerung seiner Gemeinde sorgt, super zum Wahlkampf verwenden lässt.

Wie wahrscheinlich ist ein Blackout seit der Entscheidung, die verbliebenen 3 AKWs am Netz zu lassen?

Die ganze Panik um einen eventuellen Blackout und kontrollierte Stromabschaltungen stützt sich ja auf die Stresstests und diverse Meinungen gewisser Experten aus der Zeit,, als noch von den Grünen und der Ampel-Koalition krampfhaft daran festgehalten wurde, die 3 verbliebenen AKWs vom Netz zu nehmen. Dies ist aber jetzt, seit Scholz´ „Machtwort“ nicht mehr der Fall. Die benannten AKWs sollen nun erst einmal zumindest bis März 2023 am Netz bleiben, während die Gasspeicher nun – ebenfalls im Gegensatz zu dieser Zeit – gefüllt sind.

Dabei wurde die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts selbst in den Szenarien der Stresstests, als weder die gefüllten Gasspeicher, noch der Weiterbetrieb der AKWs gewährleistet waren als „eher unwahrscheinlich“ bezeichnet.

Bliebe noch die Gefahr von Sabotage und Cyberangriffen. Frank Umbach ist dabei ein oft zitierter Experte und Politikwissenschaftler, der weiterhin dennoch vor einem Blackout durch Cyberangriffe und Sabotage warnt:

Wir haben das ja unter den Sicherheitsexperten seit Langem diskutiert. Wir haben Anfang des Jahres, als die westlichen Sanktionen erhoben worden sind, auch diskutiert, ob wir nicht mit Cyberangriffen zum Beispiel auf unser Stromsystem rechnen müssen.

Frank Umbach, Politikwissenschaftler in der Sendung „hart aber fair“ am 17.10.2022

Bereits 2014, so der Politikwissenschaftler, habe Russland dies erfolgreich in der Urkaine durchgeführt. So sei es durchaus denkbar, dass Stromunternehmen, Umspannwerke sowie Verteilernetze angegriffen werden. „Dann geht hier das Licht aus“, so Umbachs Schlussfolgerung. Blackout-Gefahren wären demnach denkbar. Und aus diesem Grund hat der z.B. auch von SWR zitierte und als sogenanner „Sicherheitsexperte“ betitelte Frank Umbach wenig Verständnis für die Stresstests, die seiner Meinung nach dieses Szenario nicht in die Analyse einfließen ließen.

Ich kann diesen Frank Umbach nicht wirklich ernst nehmen, denn wenn er Politikwissenschaftler ist, sollte er längst verstanden haben, warum die Nordstream-Pipelines sabotiert wurden und dass es dabei nicht darum ging, die Bürger in diesem Land frieren zu lassen, oder der Gefahr eines Blackouts auszusetzen. Entweder macht er seinen Job als Wissenschaftler so gut wie andere in den Mainstreammedien (zu) oft zu Worte kommen gelassenen „Wissenschaftler“, oder er wird schlichtweg in irgendeiner Form dafür „entlohnt“, solche Aussagen zu tätigen.

Risikoanalyse der Bundesregierung: Ist ein flächendeckender Stromausfall wahrscheinlich?

Die Bundesregierung hat eine Analyse des Risikos für einen Stromausfall vorgenommen. Auch hier ist der Stresstest Grundlage der Analyse.

Darin steht:

Konkret zeigt der Stresstest, dass in bestimmten Regionen in Europa in einigen Szenarien die Nachfrage ohne zusätzliche Maßnahmen nicht vollständig gedeckt werden kann. Im sehr kritischen Szenario und dem Extremszenario treten solche Situationen für sehr kurze Zeiträume, das heißt wenige Stunden im Jahr, auch in Deutschland auf.

Um dieses Szenario zu vermeiden, unternehme die Bundesregierung bereits unterschiedliche Schritte, wie sie im Folgenden in der Analyse auch beschreibt:

Damit es nicht zu Stromausfällen kommt, sorgt die Bundesregierung sowohl bei der Strom- als auch bei der Gasversorgung vor. Die Gasspeicher sind gut gefüllt. 

(99 Prozent, Stand 07.11.2022, laut AGSI)

Zudem setze die Bundesregierung Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung ein und tragen Sorge, dass die Energieträger schnell transportiert werden.

Außerdem werden Gasquellen diversifiziert – also ausgeweitet – und LNG-Terminals (Knotenpunkte für die Entladung von LNG-Tankern für die Einspeisung in das Gas-Netz sowie die Regasifizierung) ausgebaut.

Die Erneuerbaren Energien wolle die Bundesregierung schneller ausbauen sowie zeitgleich Energie einsparen und effizienter nutzen.