Der CEO des Paketzustellers PostNL Belgien, sein Stellvertreter und mehrere Mitarbeiter wurden verhaftet und sitzen in U-Haft. Sie werden des Menschenhandels und der Leitung einer kriminellen Organisation verdächtigt.

Gestern haben Agenten unseres Nachbarlandes drei PostNL-Depots gestürmt. Neun Mitarbeiter wurden daraufhin zur Befragung festgenommen. Einer von ihnen war der CEO von PostNL Belgien, Rudy Van Rillaer. Seine Nummer zwei wurde ebenfalls verhaftet. Es handelt sich um den Betriebsleiter in Belgien. Den beiden wird die Leitung einer kriminellen Vereinigung, Menschenhandel, Fälschung und verbotene Postversendung vorgeworfen. Was dann dabei illegal an welche Art Menschen versendet wurde, dürfte klar sein.

Gestern wurden die beiden zusammen mit sieben weiteren Personen dem belgischen Ermittlungsrichter vorgeführt. Er ließ sechs von ihnen frei, einige von ihnen unter Auflagen. Die beiden leitenden Angestellten und ein dritter Mitarbeiter müssen vorerst in Haft bleiben. Die Ratskammer wird am Freitag über sie entscheiden.

Internationaler Menschenhandel

Angesichts der vergangenen Ermittlungen und Verhaftungen weltweit, ist seit der Verhaftung Marc Dutroux in den 90ern, davon auszugehen, dass seitdem ein neues internationales Netzwerk für den weltweiten Kinderhandel aufgebaut wurde, in dem Belgien, wie Holland und die Ukraine nach wie vor die größten Rollen spielen. Es ist kaum auszuschließen, dass das alles im Zusammenhang steht.

Dutroux behauptete damals, er selbst sei nur eine Art Handlanger gewesen. Die Mädchen seien nicht nur für ihn allein bestimmt gewesen, sondern auch für andere Personen, die teilweise „höchste Protektion von ganz oben“ genießen würden. Als Anstifter und Kopf einer Bande von Männern, die Sexualstraftaten an Kindern verübten, für den Dutroux gearbeitet habe, beschuldigte er nach der Verhaftung und während des Prozesses wiederholt Nihoul.

Laut der ZDF-Reportage Die Spur der Kinderschänder – Dutroux und die toten Zeugen von 2001 verstarben in der Zeit zwischen Dutroux’ Verhaftung und dem Prozess 27 Zeugen unter teils mysteriösen Umständen, unter ihnen mehrere Ermittler, die mit dem Fall betraut waren, und weitere Personen, die gegen Dutroux aussagen wollten. In den meisten Fällen war Mord, Suizid oder ein tödlicher Autounfall die Todesursache. Unklar ist beispielsweise, warum Staatsanwalt Hubert Massa, der als Hauptankläger im Dutroux-Prozess vorgesehen war, nur einen Monat lang an dem Fall arbeitete und dann im Juli 1999 Selbstmord beging.


Von Andreas Valerius

18 Jahre lang, bis die Plandemie von einer Verschwörungstheorie und Vermutung zur Realität wurde, erfolgreich als 3D-Visualisierer (www.luxvis.net) freiberuflich selbständig. Seit 2022 Gründer dieser Seite, Publizist und Autor.