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Die Große Transformation des Planeten und andere visionäre Utopien der Menschheitsgeschichte:

Carlos A. Gebauer wirft einen historischen Blick auf Experimente, mit denen gesellschaftliches Glück politisch herbeigezwungen werden sollte. Hier ein Zitat und kleiner Ausschnitt daraus:

Auch die russische Revolution vom Oktober 1917 ist üblicherweise gescheitert. Ich möchte ihnen allen empfehlen, wenn sie ihre Laune mal deutlich ein paar Grad herabsetzen wollen, sich einen kleinen Roman zu besorgen von einem Mann der heißt Anatoli Marienhof. Dieser kurze Roman heißt einfach nur Zyniker.

Ich habe ihn 1991 gelesen und habe, ich weiß es noch wie heute, vor 31 Jahren gedacht; „Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei! Gott sei Dank sowas gibt’s ja gar nicht mehr!“ Anatoli Marienhof berichtet dort wie sich die russische Revolution auf seine Stellung als russischer Intellektueller, aus dem alten Zarenreich auswirkt. Es geht ganz langsam los, so dass er berichtet dass die Laternen ausgehen in den Moskauer Vorstädten und dann fahren die Straßenbahnen nur noch in der Innenstadt und nicht mehr in die Außenbezirke und so sitzt er dann da und eins kommt zum anderen. Und über die Jahre 1917 bis 1928 berichtet er was alles passiert bis hin zu den Berichten über Kannibalismus und gleichzeitig liest er in der Zeitung welche fantastischen Rekordernten die verstaatlichten Landwirtschaftsbetriebe einfahren. Nur leider kommt der Weizen nur nicht in Moskau an weil es an irgendeiner Weiche zu Sabotage gekommen ist.

Sehr lesenswertes Kapitel. Der Roman war abgeschlossen bevor der ukrainische Hollodomor losging, von dem sie vielleicht den letzten Tagen auch gelesen haben. Er ist inzwischen in der Presse aufgetaucht. Dann hat man von Russland aus in der Ukraine einfach die Lebensmittelversorgung gekappt, worauf dann sechs bis sieben Millionen Menschen verhungert sind.

Und 1935 gibt’s den berühmten ungarischen Autor Arthur Köstler, von dem ich ihnen ein Zitat mitgebracht habe, das ihnen vielleicht auch aus heutiger Sicht bekannt vorkommt.

Das lautet wie folgt:

Er war in Charkov, in der Ukraine.

„Unter meinem Fenster in Charkov zogen jeden Tag Leichenbegängnisse vorbei. Kein einziges Wort über die örtliche Hungersnot, über Epidemien, das Aussterben ganzer Dörfer… Man bekam ein Gefühl traumhafter Unwirklichkeit. Die Zeitungen schienen von einem ganz anderen Land zu sprechen, das keinerlei Berührungspunkte mit dem täglichen Leben das wir führten hatte, und ebenso verhielt es sich mit dem Rundfunk.“

Zitatende. Das war Arthur Köstler in der Ukraine 1935. Ich brauche ihn mein achtes Beispiel hier in diesem Kreis auch nicht weiter auszuführen das kennen wir alle. Wir Deutschen, diese Wirtschaftslenkung und Planung wie sie die nationalen Sozialisten von 1933 bis 1945 in diesem Lande durchgeführt haben, hat natürlich auch zu Millionen von Toten geführt. All das war kein Zufall.

Public-Private-Partnership“ wurde nur von dieser Regierung so nicht genannt. Das Wort war nicht deutsch genug.

Der gesamte Vortrag von Herrn Carlos A. Gebauer

Er analysiert im folgenden Vortrag das kontinuierliche Scheitern der Sozialingenieure und macht einen Vorschlag zur künftigen Fehlervermeidung: Die Verrechtlichung von Politik anstelle der Politisierung des Rechts. Gebauer glaubt: Die Demokratie lässt sich nur verteidigen, wenn politische Vertreter für ihr Handeln auch im rechtlichen Sinne persönlich verantwortlich sind. Sein hier referierter Diskussionsvorschlag fußt auf einem von ihm ausformulierten Text für ein erhaltungssaniertes Grundgesetz.

Von Andreas Valerius

18 Jahre lang, bis die Plandemie von einer Verschwörungstheorie und Vermutung zur Realität wurde, als 3D-Visualisierer selbständig. Seit 2022 Gründer dieser Seite und Publizist.